Ridolfi

Clavecin de Giacomo Ridolfi 

D’après son actuel propriétaire, ce clavecin aurait été fabriqué dans la région de Florence vers 1665 par Giacomo Ridolfi, un élève du célèbre facteur italien Girolamo Zenti.

A l’origine protégé par une caisse très sobre et dépourvue de pieds, il aurait été réparé vers 1700, et la caisse décorée et modifiée par l’ajout de pieds.

Ravalé en 1826 par Nicomede Agati, facteur d’orgues de Pistoia, il est en même temps décoré d’une nature morte sur l’ntérieur du couvercle.

Après une restauration dans les ateliers du Berceau Royal, il devient la propriété d’une famille bruxelloise dont il décore le salon à partir de 1959.

Le claveciniste et collectionneur Michael Günther en fait l’acqiuisition en 1998 lors d’une nouvelle vente aux enchères, et le fait restaurer dans son état d’origine.

C’est le premier clavecin de l’ancienne collection de Marcel Salomon qu’il nous est donné l’occasion d’entendre en concert …

Giacomo Ridolfi (1625–1700) mit größter Sicherheit zugeschrieben
vermutlich Rom, um 1665
Sammlung Michael Günther, Schloss Homburg a.M., Inv. Nr. 2

Einmanualiges, dünnwandiges Instrument in äußerem Kasten
Umfang: G1 – c3 (ohne Gis1)
Besaitung: 2 Chöre im Achtfußregister

Die Signatur auf der Rückseite des Vorsatzbretts ist nicht mehr lesbar. Eine Zuschreibung an Giacomo Ridolfi ist wegen der Übereinstimmung der Profilleisten mit denen seiner signierten Instrumenten mit größter Sicherheit möglich.
Mehrere Reparaturen und Umbauten, so eine Reparatur möglicherweise durch Bartolomeo Cristofori, eine dokumentierte Umfangserweiterung durch Nicomede Agati, Pistoia 1826, sowie Neudekorationen des Aufbewahrungskastens zeigen, dass das Instrument in den vergangenen Jahrhunderten durchgehend gespielt wurde. Am Anfang des 20. Jahrhunderts befand es sich in der berühmten Sammlung von Marcel Salomon in St Germain en Laye bzw. in Paris. Die späteren Umbauten des Instruments wurden wieder rückgängig gemacht, so dass sich das Instrument nun wieder in seiner ursprünglichen Disposition befindet.
Die Bemalung der Seitenwände des Aufbewahrungskastens mit Blumen auf hellem Grund erfolgte Mitte des 18. Jahrhunderts, das Stilleben auf der Innenseite des Deckels stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Der römische Cembalobauer Giacomo Ridolfi (1625–1700) arbeitete in Rom für die vornehmsten Familien und begegnete den bedeutendsten Komponisten, so Bernardo Pasquini. Vier signierte Cembali sind erhalten, die mit 1650, 1662, 1665 und 1682 datiert sind. Drei weitere Cembali können ihm zugeschrieben werden. Bei zwei Signaturen weist Ridolfi mit berechtigtem Stolz darauf hin, dass er Schüler von Girolamo Zenti ist, der zu den bedeutendsten Cembalobauern aller Zeiten zu zählen ist.
Das Cembalo der Homburger Sammlung dürfte er um 1665 für Kardinal Giulio Rospigliosi (1600–1669), der 1667 zum Papst gewählt wurde und den Namen Clemens IX. trug, gefertigt haben. Es kam nach seinem Tod zu seiner Familie nach Pistoia zurück.
Das prächtige Instrument widerlegt die Meinung, dass Cembali allgemein im 19. Jahrhundert keine Rolle mehr spielten, und zeigt, dass auch in jener Zeit kunstverständige Familien und Restauratoren sich gewissenhaft den Musikinstrumenten vergangener Zeiten widmeten.